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Nach langjähriger Arbeit mit Fotografie beschäftigt sich Werner Barfus seit 1983 mit plastischen Objekten und Malerei. Seine Vorliebe im Bereich der plastischen Objekte gilt dabei der Verwirklichung themenbezogener Arbeiten im Innen- und Außenraum. Dabei geht es primär um das Verhältnis von Thema, Situation und Umgebung und erst in einem zweiten Schritt um bestimmte Materialien. Vor allem konstruktive Formenelemente dominieren in seinen reduzierten plastischen Objekten und Rauminstallationen.

Typische Beispiele hierfür sind die Arbeiten Existenzminimum (Schwäbisch Hall, SALZ 1996), Abgetrocknet und Erledigt (Wellenbad Düsseldorf), Pegel (Rhein-Art, Widnau | Lustenau, Schweiz Österreich) oder das Objekt in der Ausstellung Ooh Tannenbaum im Museum der Stadt Ratingen. Seit 1997 entsteht eine erste unabhängige Skulpturenreihe: aus Gips geformte Häuser ironisieren in überspitzter Form unsere sogenannte zweite Haut. Unter dem Titel Behausungen wurde diese Gruppe erstmals im Kunstzimmer Toni Mörger in Düsseldorf gezeigt. Zum Kunstweg der EUROGA 2002 in Ratingen war seine Arbeit Himmel auf Erden zu sehen.

Auch in der malerischen Arbeit dominierten in den ersten Jahren konstruktive Formen. Dies änderte sich ab 1990 zugunsten einer größeren Freiheit und Offenheit. Ergebnisse dieser Entwicklungsphase wurden 1994 im Museum der Stadt Ratingen unter dem Titel Das Treppenhaus ist sauber zu halten gezeigt. In den folgenden Jahren konzentrierte sich Barfus immer mehr auf das schwierige quadratische Format bei gleichzeitiger Reduzierung der Farben. Folge dieser Entwicklung war 1998 Die Ausstellung Kann sein der Himmel ist blau... im Museum der Stadt Ratingen mit ausschließlich schwarzweißen Bildern die im Katalogtext von Swantje Koerner als Naturstücke bezeichnet werden. Der weitgehende Verzicht auf Farbe in seinen Arbeiten betont seine Vorstellung von „wüste Landschaften”.

Weitere Ergebnisse dieser Malerei wurden 2000 unter dem Titel nurschwarzweiß in der Stadtturmgalerie Innsbruck und 2002 in der großen Themenausstellung Der Berg im Kunstverein Heidelberg gezeigt. Arbeitete Barfus lange Zeit mit relativ kleinem Format wurde dieses nach weiterer intensiverBeschäftigung mit Thema und Technik (Acryl auf Papier, Leinwand und Glas) mit der Zeit immer größer. Auch arbeitet er vermehrt wieder mit dem rechteckigen Format.

Dr. Ursula Mildner